Level: A2
Words: 437
Ein paar Wochen waren vergangen.Der Sommer war fast vorbei, und die Tage wurden kürzer.Anna saß in einem kleinen Café und wartete.Vor ihr stand eine Tasse Kaffee, die schon kalt war.
Sie schaute aus dem Fenster.Menschen gingen vorbei, manche schnell, manche langsam.Ein Mann telefonierte, eine Frau schob einen Kinderwagen.Alles sah normal aus, und doch fühlte es sich für Anna anders an.
Anna dachte an den Anruf von Markus.Sie hatten danach noch ein paar Nachrichten geschrieben.Kurze Sätze, nichts Wichtiges.Dann hatten sie beschlossen, sich zu treffen.Nicht sofort.Später.
Die Tür des Cafés ging auf.Markus kam herein.Er sah fast gleich aus wie früher, nur ein wenig älter.Er schaute sich um, dann sah er Anna.Sie hob die Hand.
„Hallo“, sagte er.„Hallo“, sagte sie.Sie umarmten sich kurz.Es war eine freundliche Umarmung, aber vorsichtig.
Sie setzten sich.Markus bestellte einen Kaffee.Einen Moment lang wussten beide nicht, was sie sagen sollten.Dann lächelte Markus.„Es ist lange her“, sagte er.Anna nickte.
Sie redeten über ihr Leben.Markus erzählte von seiner Arbeit und der Stadt, in der er jetzt lebte.Anna erzählte von ihrem Alltag, von Freunden, von der Wohnung mit dem kleinen Balkon.
Es war kein schweres Gespräch.Aber es war auch kein leichtes.Manche Dinge blieben unausgesprochen.Anna merkte, dass sie das akzeptieren konnte.
Nach einer Weile gingen sie nach draußen.Sie spazierten durch einen Park.Die Bäume waren noch grün, aber einige Blätter lagen schon auf dem Boden.
„Denkst du oft an früher?“, fragte Markus.Anna überlegte.„Manchmal“, sagte sie.„Aber nicht mehr so wie früher.“Markus nickte langsam.
Sie blieben auf einer Bank stehen.Es war ruhig.Ein Vogel flog vorbei.Anna fühlte, dass dieser Moment wichtig war, auch wenn nichts Besonderes passierte.
„Ich bin froh, dass wir uns getroffen haben“, sagte Markus.Anna auch.Aber sie wusste, dass dieses Treffen nichts ändern musste.
Nach einer Stunde verabschiedeten sie sich.„Pass auf dich auf“, sagte Markus.Anna lächelte.„Du auch.“
Anna ging allein nach Hause.Sie fühlte sich leichter.Nicht glücklich, nicht traurig.Einfach ruhig.
Zu Hause setzte sie sich auf den Balkon.Die Luft war kühl.Sie dachte an Paul und Lea, an die Party, an den Anruf, an den Morgen danach.
Anna wusste jetzt, dass nicht alles eine Fortsetzung braucht.Manche Dinge gehören zur Vergangenheit.Und das war in Ordnung.
Sie blieb noch einen Moment sitzen.Dann stand sie auf und ging hinein.Später war jetzt.